Erfahrungsgeschichten

 

ZUR

Mediation

 

Auf dieser Seite habe ich Ihnen eine Auswahl an "Erfahrungsgeschichten" zusammen gestellt. Ich erlebe es immer wieder, welche erstaunlichen Resultate Menschen erzielen können, wenn sie ein gut organisiertes und klares Regelwerk zur Hand bekommen. Wenn sie gut geleitet und begleitet bis hin zur Lösung gehen können.
 

 

 

GESCHICHTE 1

 

Endlich Ruhe nach dem Streit
Mediation und Konfliktklärung.

 

Ob Streit im Privaten, in der Firma oder im Verein – Mediation bringt oft mehr als ein Gerichtsprozess.

Die Entscheidung für Mediation
*Namen und Daten wurden verändert

 

Armin Busch* und seine Exfrau haben sich geeinigt. „Montags und dienstags bringt er die beiden Kinder, Julian und Laura, morgens in die Schule und in den Kindergarten. Die Wochenenden sind sie abwechselnd bei Armin oder Astrid.“ sagt der 43-jährige. „Seit zwei Jahren machen wir das so und es funktioniert.“
Der Weg zu dieser Vereinbarung war nicht leicht, aber einen Streit um die beiden Kinder vor Gericht – das wollten die Eltern auf jeden Fall vermeiden. Sie haben die Lösung nach der Trennung mithilfe einer Mediatorin gefunden.
Die Idee zu einer Vermittlerin zu gehen kam vom Anwalt selbst. Er vertritt die Meinung, dass nicht jedes Thema vor Gericht ausgereizt werden muss. „Tolle Sache, so die Mediatorin, Elke Kuhn. Mediation und anwaltliche Vertretung schließen sich nicht aus.“

 

 

Ein Termin mit der Mediatorin war schnell gemacht und die erste kostenlose Kennenlernsitzung folgte kurz darauf.

 

„Julian stand kurz vor der Einschulung“, erinnert sich Armin Busch. „Wir haben heftig gestritten, auf welche Schule er gehen soll und natürlich darum, bei wem die Kinder wie lange sein dürfen.“

Nach acht Terminen lag eine Elternvereinbarung auf dem Tisch. Sie regelt das Umgangsrecht, legt fest, wer für Kleidungskäufe und Schultermine zuständig ist, und viele weitere Details. Rund 1200 Euro mussten die Eltern für die Mediatorin bezahlen. „Gut investiertes Geld“, findet Busch. Wenn man überlegt, was das gekostet hätte, wenn jeder von uns zum Anwalt hätte gehen müssen und dann noch die Gerichtskosten …!


„Mir hat besonders gut getan, dass hier insbesondere auf die Emotionen und verletzten Gefühle eingegangen wurde.“ sagt Frau Busch. „Einmal das alles aussprechen dürfen was ich mich schon gar nicht mehr getraut habe, überhaupt als Thema anzusprechen. Durch die Moderation konnte Armin einfach nur zuhören und wir haben beide endlich erfahren, was der andere meinte.“
Armin Busch hat besonders gut gefallen, dass es recht schnell mit einem Termin geklappt hat. „Bei Gericht vergehen oft Monate, bis es zu einem Termin kommt.“ Ein erster Mediationstermin ist hingegen schon innerhalb weniger Wochen vereinbart.



GESCHICHTE 2

 

Eine Geschichte aus dem Familienleben

Erbschaft

 

Karl meint, der Vater hätte nicht gewollt, dass das Haus verkauft wird. Da sollte man jetzt klug handeln. Renates Meinung ist, dass sie das Haus auf jeden Fall verkaufen möchte, dass die Mutter immer schon gesagt hat, dass sie nur Arbeit damit hatte und die Kinder auf gar keinen Fall damit belasten möchte.
So sitzen sie nun da, die insgesamt vier Geschwister, Marlis, Karl, Sabine und Andreas, der Familie Ball*.

Opa Josef, ihr Vater ist verstorben und die Kinder möchten die Besitztümer gerecht aufteilen. Ein Testament gibt es nicht.
Dass die vier zur Mediation gehen, war nicht gleich klar. Sie wollten das alleine klären. Als sie aber merkten, dass zwar keiner Streit möchte, dass aber doch jeder eigene Ansichten hatte, mussten sie schon beim zweiten Treffen einsehen. Alleine schaffen sie das nicht!
Marlis, die älteste, kannte mich von einem Seminar und hatte dann auch gleich die Idee, zu einem Beratungsgespräch zu mir zu kommen.

Nach vier Terminen und nach einer rechtlichen Beratung beim Anwalt, sitzen nun alle vier Geschwister da bei der Abschlussrunde und sprechen sich Komplimente zu, wie die Eltern stolz wären, weil sie das so wunderbar hingekriegt haben.
Es wurde viel geredet und auch geweint. Auch Vorwürfe und alte Konflikte kamen hoch, aber, letztendlich blieben alle dabei und haben sich auf gemeinsame Ziele geeinigt.

 

 

Karl übernimmt nun das Haus. Da die Geschwister, wie ja auch die Mutter, nicht wollen, dass er sich mit dem Haus übernimmt, muss er nichts ausbezahlen, dafür wird ein Teil des Grundstücks verkauft, was unter den übrigen Geschwistern aufgeteilt wird. Außerdem muss er dafür sorgen, dass die alte Kuckucksuhr, ein Hochzeitsgeschenk von Oma und Opa für ihre Eltern, repariert wird und einen Ehrenplatz erhält.

Andreas meint im Nachhinein, „eigentlich fand ich es gar nicht so schlimm, dass wir uns Hilfe geholt haben. Dann konnte sich jeder darauf konzentrieren was ihn bewegt und die Leitung des Gesprächs dem Fachmann überlassen.“
Marlis fand es besonders gut, dass sie die Führung einmal abgeben und sich auch auf sich und ihre Bedürfnisse konzentrieren konnte.
Karl und Sabine waren ebenfalls froh über die Gesprächsführung und über die Struktur. Sie hatten vorher arg das Gefühl der Überforderung. Außerdem hatten sie Sorge, dass sie vielleicht doch zu kurz kommen.

Jeder unterschreibt die Abschlussvereinbarung mit einem Gefühl von harter Arbeit und einer ehrlichen Vereinbarung. So ein bisschen Rührung und feierliche Stimmung stellt sich ein, als wir uns verabschieden.

 

 

 

* Namen und Geschichten sind fiktiv und haben weder mit lebenden noch mit verstorbenen Personen Ähnlichkeit.